Wir wollen eine Tablet-Klasse! (1) – Technische Aspekte

Mit diesem Artikel möchte ich in eine kleine Serie einsteigen, in der ich einige Aspekte festhalte, die man als Schule bedenken sollte, wenn man beabsichtigt, eine Tablet-Klasse einzurichten. Ich sammele dabei eigene Erfahrungen aus dem Unterricht beim Einsatz von Smartphones/Tablets, Berichte von anderen und von deren Erfahrung und allgemeines Wissen rund um Computer, Internet und Technik, die ich über die letzten 15 Jahre gesammelt habe.

Denn eines ist ganz wichtig: Einfach Tablets anzuschaffen, diese auszuteilen und dann zu hoffen, dass sich alles selbst regelt wird …

  1. … nicht das Potential ausnutzen können, dass in der Nutzung von Tablets steckt.
  2. … eventuell auch schief gehen und dazu führen, dass eine weitere Verbreitung sich eher verschiebt.

Ich schreibe das auch für mich auf, um einige Gedanke zu sammeln und zu sortieren und vielleicht gibt es ja noch wertvolle Hinweise, die ich dann auch gebrauchen kann. 😉

Der bzw. die Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und manch einer empfindet es vielleicht als „Gelaber“, aber … wie ich schon erwähnt habe, es nur eine öffentliche Notiz.

Anfangen werde ich mich technischen Aspekten, die man auch schon vor der Anschaffung bedenken sollte.

Welche Geräte nehmen wir?

Sicherlich einmal pro Monat kommt genau diese Frage im #Twitterlehrerzimmer auf: „Wir wollen eine Tablet-Klasse einrichten und sind am überlegen, welche Geräte wir verwenden sollen.“

Im Grunde genommen steckt vermutlich hinter der Frage die Idee, dass man ein Satz Tablets für Schüler und Lehrer kaufen will, die alle von einem schulinternen Administrator verwaltet werden sollen. Ist das wirklich der Ziel, so macht es definitiv Sinn, nur eine Sorte von Geräten zu kaufen. Denn es wäre umständlich, wenn der Administrator sich in mehrere Systeme einarbeiten müsste.

Welches Betriebssystem man dann verwenden will, hängt sicher auch von demjenigen ab, der die Geräte administrieren soll. Denn je besser man sich mit dem Betriebssystem auskennt, desto einfacher wird es für ihn sein. Und auch an die Lehrer sollte man denken, die in der Tablet-Klasse unterrichten sollen: wenn die überwiegende Anzahl an Kollegen das eine Betriebssystem verwendet und dann vom Administrator das andere vorgeschrieben bekommen, kann das die „Freude“ an der Nutzung durch den Lehrer etwas einschränken, weil man sich in ein neues Betriebssystem einarbeiten muss. Als Android-Nutzer habe ich keine Erfahrung mit iOS, höre aber immer von Kollegen, das die Besonderheiten bei iOS zuerst einmal zu Schwierigkeiten führen, weil man nicht seine gewohnten Handgriffe und Tools nutzen kann.

Für die Administration eines Satzes Tablets empfiehlt sich sicher auch ein MDM (mobile device management-System) von denen es einige auf dem Markt gibt. Da habe ich leider recht wenig Erfahrung, aber sicher gibt es irgendwo im Netz Übersichten, für welches Betriebssystem es welche MDMs gibt und was diese bieten.

Apropos Betriebssystem: man sollte bei den Überlegungen, Geräte zentral für eine Tablet-Klasse anzuschaffen sicher nicht nur an Android und iOS als Betriebssystem denken. Es gibt inzwischen auch leichte Rechner mit Windows oder ChromeOS. Da es (vor allem für die Zukunft) nicht um einzelne Apps gehen wird, die man nutzen will, macht es sicher Sinn, die Fühler in alle Richtungen auszustrecken. Ich werde da noch genauer drauf eingehen, aber über kurz oder lang wird es auf web-basierte Werkzeuge hinauslaufen.

Bisher habe ich immer vorausgesetzt, dass die Mobile-Geräte von der Schule/vom Schulträger gestellt werden. Aber BYOD (Bring-your-own-Device) ist auf dem Vormarsch, denn es ist klar, dass die Anschaffung von Geräten keine langfristige Investition ist.

Bei BYOD gibt es verschiedene Varianten:

  • Die Schule gibt das Gerät vor, vielleicht in verschiedenen Ausstattungs-Varianten (Speicher, Display-Größe…) und die Eltern kaufen es selber.
  • Die Schule gibt eine bestimmte Eckpunkte vor, die das Gerät mindestens erfüllen muss (Display-Größe, Speicher, SD-KartenSlot, Aktualität des Betriebssystems, … ) und die Eltern können selber entscheiden, welches Betriebssystem sie nehmen wollen. Oder sie haben vielleicht sogar schon ein Gerät, dass nun für die Schule genutzt werden kann. Eventuell sollte man auch Maximal-Ausstattungen festlegen, also bitte keine Schicki-Micki-Ausgabe mit vorgoldeter Rückseite und eingearbeiteten Diamanten.

Ersteres halte ich für sehr kritisch und wenn mir jemand vorschreiben würde, dass ich für meinen Sohn ein iPad für die Schule kaufen soll, würde ich mich dagegen wehren! Denn ich kenne mich überhaupt nicht mit iOS aus und hätte keine Lust, mich da einzuarbeiten.

BYOD bringt aber immer auch die finanzielle Frage mit rein: was ist, wenn sich jemand nicht das Gerät leisten kann!? Es gibt einige Varianten von Lösungen dafür, sie sich in Einsatzszenarien schon bewährt haben:

  1. Es gibt ein Pool von Schulgeräten, die die Schüler ausgeliehen bekommen, wenn die Familie nicht bereit oder nicht fähig ist, dass Geld für ein eigenes Tablet aufzubringen. Die Verwaltung der Geräte kann auch von einem Förderverein übernommen werden. Sinnvoll ist sicher, das Abschließen einer Versicherung durch die Erziehungsberechtigten, alleine schon um eine gewisse Verbindlichkeit rein zubekommen.
  2. Die Schüler leasen die Geräte über einen gewissen Zeitraum. Ein Förderverein könnte die Anschaffung übernehmen (vielleicht Beschränkung auf zwei Geräte mit verschiedenen OS, um vielleicht auch Rabatte zu bekommen) und dann die Leasing-Gebühren von den Eltern nach und nach zurück zu bekommen. So kommen nicht auf einmal zu große Kosten auf die Eltern zu.
  3. Finanzielle Unterstützung durch einen Zuschuss, wobei man eventuell eine Obergrenze für die Kosten des Gerätes festlegen sollte.

Übrigens: es gibt auch MDMs die eine gewissen „Überwachung“ oder Administration von schülereigenen Geräten ermöglichen. Ich selber kenne nur Meraki von Cisco. Wenn man da auch nicht einfach eine Software auf dem Fremdgerät installieren kann, so bietet Meraki zum Beispiel die Möglichkeit, einem Gerät die Meldung zu geben, dass bitte eine bestimmte Software installiert wird. Die Info-Seite von Meraki beschreibt, was damit möglich ist. Generell kann man hier natürlich diskutieren, ob es nötig ist, die Schüler so zu „überwachen“ oder zu bevormunden. Denn es ist sicher auch ein Aspekt, dass die Schüler lernen müssen, bestimmte Regelungen im Umgang einzuhalten, die nicht nur für die Schule gelten (etwa was die Nutzung der Kamera betrifft). Sinnvoll wäre das eventuell bei jüngeren Schülern, aber immer mit dem Ziel, sie wieder von der Überwachungs-Leine zu lassen.

Hilfsmittel

Auch wenn solche mobilen Kulturzugangsgeräte ja nahezu omnipotent sind … das eine oder andere Zubehör wäre schon sinnvoll. Hier würde ich mich aber zurückhalten und den Eltern, vor allem beim BYOD eher informieren und wenig Empfehlungen geben.

Hülle

Ein Hülle sollte verpflichtend sein, alleine schon um das Gerät zu schützen. Für mich persönlich, speziell bei Tablets, ist es wichtig, dass ich damit das Gerät in verschieden schiefe Positionen bringen kann, um besser auf das Display schauen zu können, wenn ich sitze. Zwei Stellungen sind mir da wichtig: ein wenig erhöht, wenn ich mich über den Tisch lehne und fast senkrecht, wenn ich etwas bequemer zurück gelehnt, etwas anschauen will. Im Notfall könnte man so etwas auch mit einem Buchständer nutzen, aber bei einer Hülle, die diese Funktion gleich integriert bietet, muss man kein Extra-Teil mitnehmen.

Stifte

Für mich DAS Feature, dass ich bei einem Tablet erwarte, ist das flüssige Schreiben auf dem Display. Leider können das viele Geräte nicht, weil die Displays nicht dafür gemacht sind. Meist reagieren diese Displays zu langsam auf die schnellen Schreibbewegungen und daher wird keine flüssige Schrift dargestellt. Bei den „Gummifingern“, die recht günstig sind, handelt es sich um Stifte die leitfähig sind, was für die normalen kapazitiven Displays (man muss berühren, nicht drücken) wichtig ist. Sie vereinfachen eventuell das „Treffen“ von kleinen Objekten auf der Oberfläche oder verhindern Fingerabdrücke auf dem Display. Zu mehr sind sie aber nicht geeignet.

Neben dem Betriebssystem, ist der Aspekt, dass ein guter Stift nutzbar ist, für mich die wichtigste Funktionalität an einem Gerät und daher sollte man das bei der Anschaffung auch bedenken. Allerdings ist es so, dass alle Geräte mit einem aktiven Stift immer etwas teurer sind.

Optimal sind also die Tablets, die speziell für die Eingabe mit Stiften geeignet sind. Bekannt sind mir zum Beispiel die Geräte von Samsung (Android und Windows) mit dem stromlosen, induktionsbasierten S-Pen, der teure Apple-Pen der über Bluetooth mit einem passenden iPad verbunden ist (hier ein Artikel zu Alternativen), Huawei (das Media-Pad?) hat ein System ähnlich wie Samsung und Lenovo bietet verschiedene Möglichkeiten zum Schreiben mit einem Stift (ich glaube auch stromlos). Auch die Surface-Geräte von Windows und andere Windows-basierte Tablet-PCs (und auch Convertibles) haben meist einen gute Stift-Eingabe.

Der Vorteil der stromlosen Stifte ist natürlich, dass sie immer funktionieren! Die Bluetooth-Verbindung beim Apple-Pen ist auch eine Schwachstelle, an der es haken kann (wie ich gehört habe).

Warum sind die Stifte auch noch so viel besser als Gummifinger?

  • Die speziellen Stifte sind meist drucksensitiv, so dass eine Linie in Abhängigkeit vom Anpressdruck dünner oder dicker ist. Das verleiht der Schrift ein natürliches Aussehen.
  • Der Winkel wird ebenfalls meist erkannt und hat eine Auswirkung auf die Darstellung der Linie.
  • Es gibt Zusatztasten, mit denen z.B. eine Zweitfunktion aktiviert werden kann, wie zum Beispiel das Radieren.
  • Die Displays können zwischen Stift und Hand unterscheiden und so kann man die Hand meist ablegen, was eine bequemeres und natürlicheres Schreiben ermöglicht.
  • Das Display erfasst den Stift schon, wenn er über den Display schwebt. Dadurch kann der Hover- bzw. Mouse-over-Effekt imitiert werden, der sonst am Tablet nicht nutzbar ist.

Software

Welche Software brauchen wir auf dem Gerät? Was könnt ihr empfehlen? … das die zweithäufigste Frage, die bei Twitter gestellt wird. Da wir langfristig zu einem BYOD-System kommen werden, bringt es nicht, spezielle Programme hervorzuheben, die es speziell für ein Betriebssystem gibt. Sicher hat Apple da einen gewissen Vorteil: es gibt mehr Bezahlprogramme, die viele Funktionen haben und hübsch aussehen. Aber nur wenige Anbieter haben sich die Mühe gemacht, direkt bei der Entwicklung darauf zu achten, dass beide wichtige Mobil-Betriebssysteme genutzt werden können.

Ansonsten wird es langfristig so sein, dass die für die Schule genutzten Tools eher online-basiert sein werden, also im Browser genutzt werden. Das heißt, man braucht vor allem einen aktuellen Browser. Allerdings gibt es einige Anwendungsgebiete, bei denen man nicht unbedingt mit anderen zusammenarbeitet und daher ein Programm für das eigene Geräten nutzen kann, das man will, ob kostenlos oder nicht.

Bei der Verwaltung von einem Geräte-Pool muss man sich da eventuell noch Gedanken machen, wie man auf alle Geräte die Software installiert bekommt. Ein bezahltes Programm ist dann noch ein schwierigeres Problem. Ich habe da, wie schon erwähnt, keine Erfahrung, aber den Gerüchte zufolge geht das bei Apple-Geräten einfacher, sogenannte Volumen-Lizenzen zu erwerben.

Für unerlässlich halte ich die folgenden Programme:

  • Alltags-Sachen: Browser, Mail-Programme und Kommunikation allgemein, Kalender, eventuell eine ToDo-Liste mit Erinnerung, Zusammenarbeit (Trello und Co.)
  • Software für Texte alle Art: Mindestens für PDFs benötigt man ein Programm zum Anschauen, auch das Bearbeiten/beschreiben ist möglich. Für Dokumente von MSOffice oder aus dem Libre/OpenOffice-Paket gibt es auch Software, um die Dokumente anzuschauen und evtl. ein wenig zu bearbeiten.
  • Multimedia-Sachen: Bildbearbeitung, Zeichenprogramme, Konvertierung, Ton- und/oder Video-Aufnahme und Bearbeitung, Programme zum Anschauen/Anhören von allen möglichen Medien, Radio-, Podcast-Programme und Feed-Reader
  • Hilfsprogramme: Stoppuhr, QR-Code-Reader, Landkarten (ich empfehle zu den Standard-Programmen für Android Locus-Pro), Öffi (auch nur Android), …
  • Notiz-Programme: Die machen vor allem dann Sinn, wenn man auch einen guten Stift zum Schreiben hat. Sie sollten verschiedene Farben, Stiftdicken und Bearbeitungsfunktionen bieten. Auch das Importieren und Exportieren ist sinnvoll. Mein absoluter Favorit ist auf Android LectureNotes das allerdings ein wenig kostet. Zu diesem Bereich könnte man auch Apps zählen, die als Tafel-Programme gedacht sind (Beispiel: ExplainEverything).
  • Datei-Manager und Software für die Verbindung mit genutzten Cloud-Speichern.
  • Fach-spezifische Programme wie zum Beispiel GeoGebra für Mathe oder (Bedien-)Software für die Wertwerterfassung, die vor allem in den Naturwissenschaften sinnvoll ist. Ebenso Hilfsprogramme wie Taschenrechner oder ähnliches. Dazu gehören als Apps, die Daten und Infos liefern wie ein Periodensystem, Wörterbücher (Deutsch und Fremdsprachen), Formelsammlungen, …
  • Programme, die die Nutzung von Online-Diensten vereinfachen, weil sie auf die Bedienungsmöglichkeiten des Mobil-Betriebssystem und die geringere Bildschirmgröße angepasst sind (z.B. Wikipedia, MindMaps, …)

Bei Apple wird gerne hervorgehoben, dass es so viele gut gemachte themenbasierte Apps gibt. Ich habe da gerade kein Beispiel parat, aber meist sind es Apps, bei denen zu einem beschränkten Thema Informationen und ein paar interaktive Spielereien geboten werden. Sicher gibt es da einige Sachen, die ganz nett sind. Problematisch ist aber, dass es eben nicht für alle Betriebssystem verfügbar ist und aufgrund der festen Struktur kann ich es meist nur für kurze Zeit nutzen. Eine kostenpflichtige Anschaffung macht auf jeden Fall keinen Sinn.

Außerdem sind diese Apps meist nicht von Lehrern gemacht, sondern von interessierten Laien. Das man eine Software hat, die sich so richtig für den Unterricht lohnt, ist leider selten. Hier müssten mehr Lehrer sich an die Arbeit machen und passende Apps entwickeln. Eine rühmliche Ausnahme ist die norwegische Firma WeWantToKnow, mit der ein ehemaliger Mathe-Lehrer exzellente Gamification-Apps für jüngere Kinder entwickelt. Muster-Beispiel ist da für mich die erste Software Dragon-Box Algebra, mit der die Kinder spielerisch in Algebra und das Auflösen von Gleichungen eingeführt werden. In einem Video habe ich das vorgestellt. Diese Apps sind übrigens für Apple und Android verfügbar und es gab (irgendwo versteckt) auch eine Online-Version. Alle Apps sind nicht ganz billig, aber sie lohnen sich auf jeden Fall!

Ansonsten gibt es sicherlich noch einige sinnvolle Apps, die jeder für sich als wichtig empfindet. Für fast alle Themen gibt sowohl für Android als auch für iOS ähnliche Speziall-Apps. Oder man schaut nach einem Online-Angebot, das es meist auch gibt, von dem die Betriebssystem-spezifischen Apps ihr Infos beziehen.

Tastatur und Maus?

Für das Schreiben von längeren Texten ist eine Tastatur eigentlich unumgänglich. Gerade wer ein geübter 10-Finger-Schreiber ist wird davon profitieren können, allerdings muss die Tastatur auch noch gut genug und ausreichend groß sein. Einige Anbieter haben Hüllen mit eingebauten Tastaturen, was natürlich besonders praktisch ist. Die sind alle besser als jede Bildschirm-Tastatur.

Eine Maus scheint abwegig, aber ist durchaus interessant, wenn man bedenkt, dass man mit der Maus etwas bedienen kann, ohne das der Finger davor im Weg ist. Das ist bei der Zusammenarbeit mit mehreren an einem Gerät besonders praktisch. Allerdings braucht die Maus recht viel Platz und daher sollte man sich fragen, ob sie wirklich nötig ist.

Beide Geräte verbinden sich meist per Bluetooth und da das flexibel mit verschiedenen Geräten genutzt werden kann, könnte man überlegen, ob man vielleicht für die Schule (also im Klassenraum) Bluetooth-Geräte zur Nutzung zur Verfügung hat und sich bei Bedarf damit verbindet. Eine Beispiel-Kombination habe ich einem älteren Artikel schon mal vorgestellt. Wenn ein Schüler mal kurz etwas schreiben will, könnte er sich eine Tastatur holen und schnell damit verbinden. Gleiches gilt für die Maus.

PC zu Hause

Auch wenn ich Tablet und Smartphone intensiv nutze … mein Arbeits-PC ist der Desktop-Rechner zu Hause. Ich brauche einfach eine gute Tastatur und vor allem einen großen Bildschirm. An der Arbeitsgeschwindigkeit oder die Geschwindigkeit des Internet-Zugriffs liegt es nicht unbedingt, aber wichtig ist das auch.

Es gibt einige Programm oder Online-Dienste, die mit dem Tablet nicht gut bedienbar sind. Vor allem Aktionen, bei denen mit Maus und Tastatur zusammen gearbeitet werden muss, brauchen zwingend einen richtigen PC. Das zusätzlich zum Tablet bei den Eltern zu fordern ist schon schwieriger, denn sie sind meist etwas teurer in der Anschaffung. Im Notfall wäre es eine Idee, wenn die Schule Arbeitsplätze anbietet, an denen ein Schüler eventuell auch am Nachmittag die Arbeit erledigt, die er zu Hause aufgrund des fehlenden PCs nicht dort erledigen kann.

Ausstattung in der Schule

WLAN

Beim Einrichten einer Tablet-Klasse ist ein gut funktionierendes WLAN das A und O. Das gilt sowohl für die Abdeckung als auch die Geschwindigkeit. Hier kann man sich eventuell bei Profis Hilfe holen. Man sollte, bevor wahllos WLAN Access-Points im Gebäude verteilt werden, am besten die möglichen Positionen austesten und schauen, wie gut die Reichweite ist. So kann man ermitteln, bis wohin das Signal noch gut reicht und man kann herausfinden, wo man wirklich Access-Points braucht.

Beim Zugriff auf das WLAN stellt sich auch immer die Frage, ob das WLAN frei nutzbar ist oder nur mit einem Passwort. Ich schließe einfach mal aus, dass nur die Lehrer Zugriff haben, denn das macht bei einer Tablet-Klasse keinen Sinn. Wer sich in der Schule eine ordentliche Benutzerverwaltung für den Zugriff auf die Schulrechnern gegönnt hat, sollte diese vielleicht auch für die WLAN-Nutzung verwenden.

Hier bin ich technisch etwas überfordert, aber vielleicht ist ein wenig Kontrolle der Schüleraktivitäten sinnvoll, z.B. indem der Zugriff zum Internet über einen Proxy-Server geschieht. Das Problem, dass man als Anbieter von einem freien WLAN für die Aktivitäten der Nutzer haften muss, ist ja glücklicherweise von Tisch.

Steckdosen

Die fehlende Patrone oder der fehlende Spitzer von damals ist der leere Akku von heute. Bis die zukünftigen Lehrer- und Klassenzimmer mit ausreichend und gut nutzbaren Steckern ausgestattet sind, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Besser sind natürlich feste Installationen am Tisch, so dass ein Schüler direkt sein Gerät laden kann und nicht mit einem langen Kabel zur Steckdose in der Wand eine Stolperfalle errichtet. Da haben wir in den Chemie/Bio/Physik-Laboren den Vorteil, das wir dort meist Steckdosen in den Tischen haben 😉 . Das Projekt „Steckdosen für alle“ ist sicher für die Zukunft zu bedenken, wenn mal wieder ein größerer Umbau ansteht. Kurzfristig muss man auf ausreichend gute Mehrfachsteckdosen setzen und die Leitungen mit der Sicherung müssen dafür geeignet sein.

Arbeitsplätze für Freistunden

In der Mittelstufe spielt das nicht unbedingt eine Rolle, aber die Oberstufen-Schüler brauchen in Freistunden Arbeitsplätze. Da sind Tische und Stromanschlüsse wichtig und natürlich eine gute WLAN-Versorgung. Oder man nutzt einen PC-Arbeitsplatz, um dort zu arbeiten zu können. Eine Bibliothek ist da eine lohnende Stelle.

Weiter Artikel

Soweit die technischen Aspekte …

Wie geht es weiter? Geplant sind aktuell noch folgenden Themen:

  • Vor- und Nachteile der Tablet-/Mobil-Geräte Nutzung … speziell was Unterricht und Lernen betrifft.
  • Computer-Wissen auf das Mobil-Gerät angewendet … das die Digital-Natives eben doch nicht wissen!
  • Was man als Mobil-Geräte-Benutzer beachten sollte! … rund um die Datensicherheit … von meinen Co-Autor (eventuell)

Kommentare zu MDMs bzw. Auflistungen und Vergleiche dazu würden mich freuen, denn da habe ich mich noch nicht so mit beschäftigt.

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