Einführung in Twitter

Twitter, so ein soziales Medien … ein wenig verpönt, aber wenn man es sinnvoll nutzt und den richtigen Leuten folgt, dann ist es ein wertvolles Kommunikationsmedien, das gut für die Vernetzung verwendet werden kann. Vor allem auch überregional.

Mit diesen und einem zweiten Artikel, will ich einige Tipps geben, was Twitter überhaupt ist und wie ich Twitter zusammen mit Tweetdeck nutze, um einen Überblick über meine Themen zu behalten. Dazu gibt es einige Begriffe und Tipps, die ich hier mal zusammenfassen wollte.

Mit Twitter startet man üblicherweise auf der Seite www.twitter.com und in einer Timeline bekommt man Nachrichten von anderen angezeigt. Am Anfang ist das aber noch nicht so …

 

Das Grundprinzip

Twitter ist vom Prinzip vielleicht sogar bekannt: es ist ein Kurznachrichten-Dienst. Ich kann Nachrichten, inzwischen mit bis zu 280 Zeichen, in die Welt hinausposaunen. Im Prinzip kann es jeder lesen der will (okay, man kann das auch anders einstellen und damit lege ich fest, wer es lesen kann). Und natürlich kann ich alles von anderen lesen, wenn die etwas schreiben.

Am Anfang hätte die eigene Nachrichten-Verbreitung wenig Effekt, weil keiner liest alles mit, was irgend ein Neuling so schreibt. Denn bei Twitter bekommt man nicht automatisch die Nachrichten von allen zugesendet sondern nur einer ausgewählten Gruppe. Nämlich von denjenigen, denen ich folge.

Um seine eigenen Nachrichten zu verbreiten und damit andere sie lesen, muss man sich vernetzen, denn wenn mir keiner folgt, bekommt keiner automatisch die Nachricht in seiner Timeline angezeigt.

Am besten ist es, man kennt jemand, der schon bei Twitter ist und folgt ihm. Denn durch das „Folgen“ bekomme ich mit, das derjenige schreibt. Ich bekomme aber auch mit, wenn der jenige etwas schreibt oder etwas von anderen retweetet (also quasi wiederholt/zitiert – am ehesten weil er der Meinung ist, dass es wichtig ist und weiter verbreitet werden sollte) oder auch „liked“ (also gut findet und dem Schreiber die Rückmeldung geben will, dass man dem zustimmt). So lerne ich dann eventuell weitere Nutzer in Twitter kennen, die sich womöglich mit den gleichen Themen wie ich beschäftigen und ich folge ihnen wiederum.

Wenn die „nett“ sind und wenn mein Profil interessant ist, dann folgt mir vielleicht einer zurück, denn sobald ich jemandem folge bekommt der eine Meldung. Er kann diese Meldung ignorieren oder mich eben zurückfolgen. Und dann ist es soweit: ich werde endlich von anderen erhört.

Allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten von anderen „erhört“ zu werden. Eine Möglichkeit ist, dass ich jemanden direkt anspreche. Dazu verwende ich seinen Benutzernamen, mit dem Symbol „at“ = @ davor. So bekommt speziell dieser Benutzer eine Nachricht, dass ich etwas geschrieben habe und ihn dabei erwähnt habe.

 

 

Eine andere Möglichkeit andere zu erreichen ist die Verwendung von Hashtags. Man verzeihe mir bitte das Beispiel 😉 , denn als ich das Bild erstellt habe, war dieser Hashtag sehr verbreitet. Erst einmal zur Definition: Ein Hashtag ist ein bestimmtes Schlagwort, dass ich mit einem Dopppelkreuz (auch mal „Gartenzaun“) davor versehe. Suche ich nach einem bestimmten Hashtag auf Twitter, dann bekomme ich alle Tweets, egal von wem, angezeigt, die diesen Hashtag genutzt haben.

Man kann zwar Tweets auch einfach so durchsuchen (nach einem bestimmten Begriff) aber Hashtags sind einfacher nutzbar. Und sie bieten Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel, das mit Twitter anzeigt, welche Tweets unter diesem Hashtag am häufigsten beachtet wurden und mehr.

Vor allem hat man damit die optimale Möglichkeit sich mit anderen zu vernetzen. Ist ein Hashtag allgemein bekannt und wird er immer genutzt, um einen Tweet zu einem bestimmten Thema zu veröffentlichen, dann findet man oft mehr Interessenten, als wenn man etwas einfach so schreibt und darauf hofft, dass die eigenen Follower das interessiert. Vor allem lernt man so mehr Twittere kennen, denn andere Benutzer, denen ich vielleicht nicht folge, weil ich sie noch nicht kenne, lesen beim Hashtag mit und bekommen damit auch mit was ich schreibe, obwohl ich nicht so viele Follower habe.

Für Lehrer gibt es einige Hashtags, die interessant sind. Am wichtigsten würde ich aktuell #twitterlehrerzimmer bezeichnen. Einige Bundesländer benutzen inzwischen eigene Tags (#bayernedu , #MVedu oder seit kurzem auch #rlpEDU), was nur teilweise Sinn macht, außer es geht wirklich um regionale Themen  (lokale Veranstaltungen, länderspezifische technische Themen, Mithilfe für Fortbildungen, …) . Es gibt aber Interessengruppen (#edupnx = Bildungspunks). Wichtig sind noch Hashtags zu bestimmter Software (#moodle, #GeoGebra, …), denn dort zeigen Benutzer Ideen zu dieser Software, stellen Nutzungbeispiele vor und es wird über Neuigkeiten berichtet. Wie man mit so vielen Hashtags umgeht, werde ich im zweiten Twitter-Artikel noch berichten.

Mit anderen interagieren

Twitter nutzt man nicht für sich alleine und die Interaktion ist daher das Wichtigste. Das eine oder andere habe ich schon erwähnt …

 

Nicht nur meine Aktionen kommen bei anderen Benutzer an, auch ich erfahre Aktionen, die mich betreffen. So bekomme ich mit, wenn jemand einen Tweet von mir retweetet oder liked (das Symbol wechselt schon mal: Stern oder Herz) oder mich direkt „anspricht“. Wenn man es in den Einstellungen nicht deaktiviert hat (kann man glaube ich), bekommt man eine Nachricht darüber. Am Smartphone sogar per Push-Nachricht.

Auf andere Nachrichten, egal ob ich denen folge oder nicht, bekomme ich keinen expliziten Hinweis. Wenn ich wissen will, was jemand dem ich folge schreibt, muss ich meine Timeline anschauen.

Manch einer würde vermuten, dass man jetzt immer von anderen belästigt wird und tatsächlich treiben sich einige auf Twitter herum, die ziemlich nerven. Das sind Leute die Werbung für etwas machen, Spam-Accounts (meist sexy aussehende Mädchen oder knackige Jungs), jemand dem es Spaß macht andere zu ärgern, … usw. Warum auch immer man sich von jemandem belästigt fühlt, man kann verhindern, dass man von denen belästigt wird.

Es gibt die Möglichkeit einen anderen Benutzer zu „Blocken“ und zu „Muten“. Im ersten Fall bekomme ich keine Nachricht, wenn ich jemand anspricht, im zweiten Fall kann derjenige auch gar nicht sehen, was ich schreibe. Diese Sperren kann man aber im Prinzip recht leicht umgehen, indem man sich einen weiteren Account anlegt.

Alternativ kann ich in den Einstellungen festlegen, das nur diejenigen meine Tweets lesen, die mir folgen und ich muss das erst genehmigen, damit mir jemand folgen kann.

 

Diese Einstellung widerspricht zwar eigentlich irgendwie Twitter, nämlich dass alle Nachrichten offen sind und alle mitlesen können, aber man kann zumindest ein wenig einschränken, wer etwas von mir liest. Bedenken muss man allerdings, dass einer meiner Follower eine Nachricht von mir trotzdem weitergeben kann. Es geht zwar nicht per „retweeten“, aber man kann ja nicht verhindern, dass jemand ein Screenshot von meinem Tweet macht und das Bild dann weitergibt.

Kehren wir aber mal zurück zu den gewünschten Interaktionen. Und das ist das, was Twitter so wertvoll macht. Indem ich anderen folge, bekomme ich ja deren Tweets mit. Ich kann die „Liken“ um dem anderen zu zeigen, das ich interessant finde (vielleicht folgt der Schreibe mir dann zurück, wenn er es noch nicht macht!) und ihm aber auch auf dem Tweet antworten. Solche Antworten auf Tweets führen dann zu „Threads“ (übersetzt: Thema oder Faden), man könnte das auch als einen Dialog bezeichnen, denn der anderer Benutzer kann dann auf meine Antwort ebenfalls antworten usw. . Solche Threads bleiben erhalten, so dass ich immer nachschauen kann, auf welchen Tweet ich zum Beispiel geantwortet habe.

 

 

Ich kann aber auch andere in ein solches Gespräch einbeziehen, in dem ich Beiträge des anderen Benutzer retweete, so dass alle meine Follower es mitbekommen.

Tatsächlich ist es so, dass alle Twitter-Benutzer zuschauen können, welcher Dialog da von anderen stattfindet (außer ich schließe einige aus, wie schon erwähnt).

Und dann kann eben das passieren, was Twitter so wertvoll macht: es kann vorkommen, dass sich jemand meiner Follower (oder von den Followern des anderen Benutzers) sich dafür interessiert und etwas dazu betragen möchte. Oder er korrigiert die Aussagen von einem der Teilnehmer. Und so enstehen aus einer kleinen 1:1 Unterhaltungen womöglich Unterhaltungen ab denen ganz viele beteiligt sind. Und optimalerweise nicht nur meine Follower, sondern auch Twitter-Benutzer aus ganz anderen Bereichen, mit denen ich vorher vielleicht gar nicht zu tun hatte.

 

Problematisch ist dabei, dass Threads so teilweise aufgespalten werden und man gar nicht mehr weiß, wer auf welchem Thread reagiert hat. Man kann es zwar nachvollziehen, aber leider gibt es da kein wirklich optimales Tool in Twitter, um den Diskussionsverlauf auf einen Blick zu erfassen. Falls ihr da etwas habt (ich meine nicht Tweetdeck, sondern eher die Darstellung einer Baum-artigen Struktur) bitte als Kommentar ergänzen oder mir über Twitter mitteilen.

Direkt-Nachrichten

Will ich einem einzelnen Benutzer (oder auch einer kleinen Gruppe) etwas mitteilen, was nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, so gibt es noch die Möglichkeit Direkt-Nachrichten zu verschicken. Hier erhalten, unabhängig von anderen Einstellungen, nur die diejenigen Twitter-Benutzer die Nachricht, die ich explizit anschreibe. Man kann auch mehrere Benutzer in eine vorhandenen DN-Unterhaltung hineinholen und da sich gemeinsam unterhalten.

Aber auch hier gilt: wenn man vertrauliche Nachrichten weitergibt, muss man derjenigen Person auch vertrauen können. Wobei der Mutterkonzern Facebook womöglich auch mitlesen könnte …

Abschluss Teil-Artikel 1

So, das war der erste Teil, wo es vor allem um Twitter an sich geht. Die vielen Möglichkeiten kann man meiner Meinung nach am besten nutzen, indem Tweetdeck nutzt. Das zeige ich im nächsten Teil-Artikel.

PS: Die Bilder, die ich hier verwende, habe ich vor ein paar Jahren für einen Workshop erstellt. Wer Interesse daran hat, dem kann ich die Bilder weitergeben, da ich alle verwendeten (Teil-)Bilder entweder selber erstellt habe oder von Openclipart (R.I.P.) stammen. Ich habe sie im PNG- oder SVG-Format, so dass ihr sie auch anpassen könnt!

 

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