GeoGebra Kopfrechen-Übungen im Unterricht

In Klasse 7 in Mathematik haben wir gerade die Rationale Zahlen und deren Anordnung am Zahlenstrahl geübt. Nächstes Ziel ist die Addition und das Buch sieht vorher Übungen zu Änderungen vor. Das heißt, es werden zwei Zahlen vorgegen und es soll bestimmt werden, welche Änderung man dazwischen hat.

Statt es im Buch zu machen, habe ich einige GeoGebra-Zeichnungen erstellt und in einem GeoGebra-Buch zusammengefasst. Ich möchte kurz berichten, was ich in der Stunde gemacht habe und wie es gelaufen ist.

Ich habe in dem Klassenraum zwar keinen Beamer, aber wir haben zwei fahrbare Beamer in der Schule, die man sich reservieren kann. Also gebucht und vor der Stunde geholt.

Die GeoGebra-Arbeitsblätter waren teilweise Produkte, die ich schon vorher erstellt habe. Die ersten zwei habe ich noch schnell auf die Aufgaben angepasst, da sie ursprünglich für die Addition gedacht waren. Mit genug Erfahrung ging das aber schnell. Da die Schüler die Änderungen bei den ganzen Zahlen ja schon in Klasse 6 hatten, habe ich noch schnell ein zweites Arbeitsblatt erstellt, dass die gleiche Funktion hat, aber auch Kommazahlen nutzt, was es wesentlich schwerer macht.

Nach der Erklärung was wir heute machen, habe ich den Schüler am Beamer an ersten Arbeitsblatt des Kapitels gezeigt, dass ich über einen Kurzlink aufgerufen habe. Dabei ging es mir vor allem darum zu zeigen, wie das Arbeitsblatt funktioniert und gedacht ist. Unter anderem ist zu beachten, dass es verschiedenen Aufgaben-Varianten gibt, je nachdem was bekannt ist, und welche Funktion die Knöpfe haben. Erklären, wie es rechnerisch geht, musste ich nicht wirklich. Dann haben wir einen Durchgang gemacht, bei der jeder Schüler eine Aufgabe laut lösen musste. Der Schüler, der neben dem Beamer saß, übernahm die Bedienung.

Dann habe ich den Schülern gezeigt, dass es noch weitere Übungen gibt, wie sie zu den nächsten kommen und was es da noch zu tun gibt. Sie bekamen von mir einen QR-Code gezeigt, der an der rauen Glasfaser-Tapete leider nicht funktioniert hat und dazu passend einen Kurzlink, den ich übrigens auch am Beamer verwendet habe. Da es nicht mein Rechner war, der da am Beamer hing, habe ich mir so das Suchen erspart. Dazu nutze ich übrigens den unabhängigen Kurzlink-Dienst www.t1p.de, die aussprechbare Links ermöglicht, sowie auch gleich einen QR-Code erzeugen kann. Damit ich einen Kurzlink anpassen kann, erzeuge ich mir auch immer einen Lösch-Code und speichere die Infos in einer Textdatei auf meinem Rechner ab. Das Abändern der Kurzlinks ist ein Problem, dass ich mit den bit.ly-Links habe.

Die Schüler machten sich daran, zu arbeiten … aber leider kamen noch nicht alle sofort ins Schule-WLAN, dass bei uns übrigens im ganzen Schulgebäude verfügbar ist. Jeder Schüler bekommt in der 5. Klasse einen eigenen Zugangs-Code, der für das WLAN, aber vor allem auch für die Schulrechner im Schulnetzwerk funktioniert. Mit dem gleichen Passwort können Sie auch von zu Hause den Vertretungsplan aufrufen. Probleme waren vor allem die Einrichtung des WLANs, da einige neue Geräte hatten und sich vom letzten Mal nicht mehr gemerkt hatten, wie es ging. Da ich die Stunde davor schon einigen Schülern, die die Übungen schnell erledigt hatten, schon die Arbeitsblätter gezeigt habe, musste nicht mehr vielen geholfen werden. Außerdem hatte ich vorgeschlagen, dass sie auch zu zweit ein Gerät nutzen konnten, was eigentlich problemlos ging.

Nach nicht allzu langer Zeit waren also alle am üben. Einige arbeiten für sich alleine, anderes setzen sich zusammen übten aber doch für sich. Diejenigen, denen das ersten Arbeitsblatt zu einfach war, wechselten in das mit den Kommazahlen, was wesentlich schwieriger war. Bei den, die zu zweit am Gerät saßen bekam ich einmal mit, dass unterschiedliche Lösungen genannt wurden und dann darüber diskutiert wurde, warum die eine Lösung richtig ist.

Einige Schüler machten sich Notizen, um zu schauen, wie viel sie richtig und falsch haben. Da ich die Lösung nicht eingeben lasse und damit auch nicht kontrolliert wird, kann dadurch auch die Anzahl der richtigen und falschen Lösungen nicht notiert werden. Ich fand das aber interessant. Allerdings ist eine solche Kontrolle immer etwa umständlich und daher werde ich es wohl nicht einbauen.

Als das reine Üben zu langweilig wurde, sind einige in die Anwendungs-Übungen gegangen, einmal zu Wasserhöhen (siehe Bild oben) und eines mit dem FliWaTüt. Durch die Anwendung, die lustig gemachten Kommentare und Anweisungen und Bilder waren diese Übungen eine Abwechslung zu den nüchternen Arbeitsblättern davor. Leider hatte ich nur das eine Arbeitsblatt zur Wasserhöhe etwas besser auf Smartphone-Bildschirmgröße angepasst, aber das zum FliWaTüt war auch beliebt … sicher altersbedingt ;-).

Als ich merkte, dass es unruhiger wurde und gab ich den Schülern die Aufgabe, für die nächste Stunde etwas im Mathe-Buch zu lesen und im Regelheft (bei uns LTB = Lerntagebuch) zu notieren.

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Fazit

Ich war mit dem Ablauf insgesamt zufrieden. Scheinbar hatten alle Schüler geübt und es mindestens bei den einfachen Aufgaben hinbekommen. Etwas Neues zu lernen war hier nicht notwendig. Die Anwendungsaufgaben waren eine Abwechslung und damit waren auch die besseren Schüler lang genug beschäftigt.

Technisch hat alles geklappt, nur den QR-Code muss ich noch mal ausprobieren, ob ein genauerer Code besser funktioniert oder ob ich mit meinem Smartphone nur nicht an der richtigen Stelle gestanden habe, als ich den Code gescannt habe.

Fachlich-Didaktisch war das Ergebnis besser als erwartet, was sich daraus ergab, das die Übungen im Buch eigentlich zu einfach sind. Durch die Möglichkeit Kommazahlen zu verwenden, die im Buch nur am Ende der entsprechenden Aufgabe vorkamen und dann in geringer Anzahl, merkten einige, dass es nicht immer einfach ist, den Unterschied zu finden. Daraus ergibt sich für mich der Ansatz in der nächsten Stunde zu klären, wie die Addition von rationalen Zahlen funktioniert. Da wir dabei systematisch vorgehen können, brauchen die Schüler nicht mehr raten sondern bekommen eine Anleitung.

Auch dazu habe ich GeoGebra-Zeichnungen, die ich in der nächsten Stunde als interaktive Tafelbilder verwenden werden. Die Schüler können diese Arbeitsblätter dann auch selber zum Üben am Smartphone verwenden.

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